Freitag, 14. Februar 2014

Trees-our responsibility.

In der ersten Schulwoche startete unser Umweltprojekt - zusammen mit Gisa und Felix (2
anderen Freiwilligen aus Deutschland) unterrichtete ich in meiner Schule. Bäume,
Pflanzen und Umwelt standen im Mittelpunkt.
Wir führten das Projekt in den Klassen 5, 6 und 7 durch. Die Schüler und Schülerinnen freuten sich total über unser Projekt, so bekamen sie eine kleine Abwechslung in ihrem Schulalltag.
Wir versuchten es so kreativ wie möglich zu gestalten und am Ende gab es eine kleine Überraschung für die Kids: wir pflanzten alle zusammen über 60 Bäume auf dem Schulgelände. Dafür teilten wir jede
Klasse in Gruppen ein - jede Gruppe wurde einem von uns zugeteilt und dann ging es raus.

Es wurden fleißig Löcher gegraben und Wasser geholt. Wir pflanzten verschiedene Arten
von Bäumen: Moringa Oleifera (produziert Medizin), Mangifera indica (Mango), Psidium
guajave (Guave), Persea Imericana (Avocado) und shingle tree (produziert Brennholz).

Nebenbei wollten wir den Schülern noch etwas von unserem Wissen über die
unterschiedlichen Bäume mit auf den Weg geben, aber es stellte sich heraus, dass sie
bestens Bescheid wussten. Sie erkannten sofort die verschiedenen Arten der Bäume und
konnten uns zu jeder Art etwas berichten. Wir waren sehr beeindruckt! Das Projekt hat
riesigen Spaß gemacht, die Kids haben super mitgearbeitet und kümmern sich nun um ihre
Bäumchen!


 














Frauenpower 2.0.

Ich wurde zu einer riesigen Feier des Frauenprojekts von Genegeva eingeladen. Zusammen
mit Pfarrer Uzima haben uns all die Frauen herzlich empfangen.Es war ein großes Zelt
aufgebaut und die meisten der Frauen, die irgendwie am Projekt beteiligt sind, viele
Kinder und Ehrengäste waren dort. Mit der Feier wollten sich die Frauen bei all den
Menschen bedanken, die auf irgendeine Weise ihr Projekt unterstützen..

Ein besonderer Dank ging natürlich an Genegeva, sie haben selbst geschriebene Lieder
vorgetragen und dazu getanzt.





Am Anfang hat Genegeva gesagt, dass sie sehr stolz auf ihr Projekt und auf die Frauen
ist, es hätte sich großartig entwickelt. Im Moment werden 200 Kinder für die nächsten 5
Jahre an den Secondaryschools untertützt. In Tansania müssen Familien für ihre Kinder
Schulgeld bezahlen, egal ob sie eine staatliche oder private Schule besuchen. Leider
können sich das sehr viele Familien nicht leisten.

Sie sagte, dass sie alles dafür tun werden, damit die Kinder zur Schule gehen können.
Denn nur dadurch hat man einen Zugang zu Bildung und eine Chance für eine bessere
Zukunft.

Die Frauen sind bei dem Projekt in verschiedene Gruppen eingeteilt (siehe Post
Frauenpower.) und jede Gruppe hat ihre eigene Begrüßung. Eine lautet zum Beispiel:
Friede für die Entwicklung!Bevor eine der Frauen etwas sagte, grüßte sie
und alle Frauen antworteten im Chor.

Man spürt sofort den tollen Zusammenhalt der Frauen, ihre Begeisterung für das Projekt,
ihre Liebe und Zuneigung zu den Kindern.

Die verschiedenen Gruppen sangen immer Mal wieder zwischen den Reden ihre
selbstgeschriebenen Lieder. Die meisten haben sich auf diese Art bei Genegeva bedankt.
Andere Frauen haben davon gesungen, dass sie nur gemeinsam stark sind, nur zusammen
können sie etwas bewegen.

Ein Lied und ein Tanz waren besonders rührend. Alle Frauen kamen in die Mitte, umarmten
Genegeva, bedankten sich bei ihr und tanzten um sie herum. Der Text war speziell für
Genegeva geschrieben, die danach auch erst einmal sprachlos war , es war wirklich total
emotional (ich hatte sogar schon Tränen in den Augen).

Für die Frauen und auch für mich ist Genegeva ein großes Vorbild, sie leistet wahnsinnig
wichtige Arbeit und ist einfach eine absolute Powerfrau!

Es waren auch Männer anwesend, allerdings schenkte man ihnen keine besondere
Aufmerksamkeit, die Frauen und ihr tolles Projekt standen im Mittelpunkt. Das fand ich
persönlich wirklich gut, denn das ist hier keine Selbstverständlichkeit.Es gibt viele
Frauen, die sich dem Mann unterordnen und gar kein Selbstbewusstsein haben.

Am Ende gab es leckeres Essen und sogar eine Torte! Danach haben sich die Frauen mit
Geschenken noch bei für sie wichtigen Menschen bedankt. Auf einmal habe ich meinen Namen
gehört und ich musste in die Mitte kommen. Die Frauen haben sich so darüber gefreut,
dass ich ihnen helfen möchte, dass sie mir auch einige Geschenke überreichten. Alle
Frauen haben mich umarmt und sich persönlich bedankt und dann habe ich 20 Kisten mit
allerlei Gemüse und Früchten bekommen, z.B. Ananas, Passionsfrüchte, Bananen, Kohl,
Erbsen, Karotten, Zwiebeln, Tomaten und einen selbstgemachten Teppich und eine
selbstgemachte Schüssel, über die ich mich besonders gefreut habe.





Ich möchte dieses Projekt wirklich gern unterstützen, denn ich weiss, dass die Frauen
mit ganzem Herzen dabei sind und sich um die vielen Kindern mit einer wahnsinnigen Wärme
und Liebe kümmern, sie leisten wirklich Großartiges.

Ich würde mich auch sehr freuen, wenn jemand aus Deutschland dieses Projekt auf
irgendeine Art und Weise unterstützen möchte. Bei Interesse könnt ihr mir gern eine
Email schreiben (vanessa-saenger@web.de)! DANKE!




Samstag, 8. Februar 2014

Hongera.

Wie vielleicht schon einige von euch bemerkt haben, bin ich noch nicht in Deutschland angekommen. Mein Flug ging letzte Woche- aber ohne mich!

Ich bin sehr gluecklich, dass ich noch 3 Monate verlaengern kann.

Ich moechte mich besonders bei meiner Familie Zuhause bedanken- die immer fuer mich da ist und mich unterstuetzt.

Ausserdem moechte ich  auch dem Tansania-Freundeskreis des Dekanates Biedenkopf der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau danke sagen.

Besonders  Joerg und Marion!

Und vor allem moechte ich mich bei den Menschen bedanken, die meinen Aufenthalt unvergesslich machen-  ASANTE SANA!
Ich fuehle mich hier in Tansania so wohl, als wenn ich schon Jahre hier waere.
Ihr habt mich alle so liebevoll aufgenommen, ein besonderer Dank geht an Familie Katabaro, Karusya und Karoro.

ASANTE SANA! DANKE!

Donnerstag, 16. Januar 2014

Habari za Rwanda-Krismasi njema na heri ya mwaka mpya.

Die letzten drei Wochen verbrachte ich in Ruanda, ich bin mit einer anderen Freiwilligen durch das Land gereist. Eigentlich wollten wir nur eine Woche in Kigali bei der Familie vom ehemaligen Bischof Kalisa verbringen. Doch dann haben wir eine Einladung zur Hochzeit seines Sohnes bekommen und wir entschieden uns spontan dazu, dort auch Weihnachten und Silvester zu verbringen.
Weihnachten wird in Ruanda und auch in Tansania am 25. Dezember gefeiert, allerdings nicht so groß wie in Deutschland. Man geht in die Kirche und danach isst man mit der Familie und Freunden, Geschenke sind eher unüblich.
Als ich bei der Familie Zuhause eintraf, traute ich meinen Augen nicht- im Wohnzimmer stand tatsächlich ein riesengroßer Weihnachtsbaum und auch Kigali war weihnachtlich geschmückt.


Am 26. Dezember fand die große Hochzeit von Prince und Sonia statt. Den ganzen Tag war das Haus von der Familie voller Gäste. Morgens gingen die engsten Familienmitglieder mit dem Brautpaar zum Standesamt und danach ging es in die Kirche. Die Familie hatte eine tolle Überraschung für uns- sie hatten traditionelle Gewänder besorgt, die wir an diesem Tag tragen durften. Wir hatten uns total gefreut und haben viele Komplimente bekommen, obwohl sie sehr seeeeeehr pink waren!

Die Kirche war richtig schön geschmückt- überall hingen Lichterketten und Blumen. Ich war total beeindruckt vom Gottesdienst, besonders der Teil, in dem die Mama des Bräutigams singend für das Brautpaar gebetet hat(ein selbstgeschriebenes Gebet!). Die ganze Familie war in den Gottesdienst miteingebunden- es war sehr persönlich. Am Ende haben sich die zwei Familien (Eltern, Großeltern und Geschwister) und das Brautpaar in einen Kreis gestellt und an den Händen gefasst, um gemeinsam zu singen und zu beten.
Nach dem Gottesdienst ging es für das Brautpaar zu einem professionellen Fotoshooting und für die Gäste zu einer großen Halle, in der die Feier stattfand. Die Halle war wunderschön geschmückt, an der ganzen Decke waren Lichterketten befestigt, alles war mit gelben und weißen Bändern geschmückt, überall waren Blumen und für das Brautpaar war ein Podest aufgebaut.
es gab eine Gruppe, die traditionelle Tänze und Gesänge aufführte, die Hochzeitstorte wurde angeschnitten, es wurden Reden gehalten, tausende Geschenke wurden überreicht. Das Essen war seeehr lecker und am Ende durften wir unsere Tanzkünste zum Besten geben und wir versuchten den traditionellen Tanz zu lernen- ihr könnt euch nicht vorstellen, was das für ein Spaß war!

Am nächsten Tag wurde uns gesagt, dass wir nur mal kurz zum Brautpaar fahren werden, um Kuchen zu essen. Als wir dort ankamen war uns sofort klar, dass es sich um keinen kurzen Besuch handeln wird. Im Garten war ein riesiges Zelt aufgebaut und es waren bereits jede Menge Gäste dort.
Die Feier sollte symbolisieren, dass die Familie von der Braut bereit ist, ihre Tochter an die andere Familie "abzugeben", die andere Familie hatte bereits den Brautpreis bezahlt: ein paar Kühe und Geld! Auch an diesem Abend gab es viele Geschenke, mehrere Säcke voller Reis, Bohnen und ganze Bananenstauden, Getränke, Mehl, Salz und Zucker, eine Ziege, Schüsseln und Besen wurden tanzend und singend ins Haus getragen.
Die Feier war sehr traditionell und nachts um 3 Uhr fielen wir total kaputt ins Bett. So viel zum Thema, wir gehen mal kurz...

Eine Woche verbrachten wir in Gisenyi und Kibuye am Lake Kivu- direkt an der Grenze zum Kongo. Das war unglaublich. Wir waren bei anderen Freiwilligen in Gisenyi untergebracht und konnten von deren Haus den Kongo sehen.
Außerdem entdeckten wir auch ein Stück Paradies auf Erden- KIBUYE- ein kleines Städtchen direkt am See! Wir hatten unser Guesthouse auf einem Berg und jeden Morgen bevor wir frühstückten gingen wir runter zum See um zu schwimmen. Der Blick war traumhaft.
An unserem letzten Tag in Kibuye sind wir mit einem Boot zur Napoleoninsel gefahren, dort leben Millionen von Fledermäusen, es war atemberaubend schön!

 


Insgesamt war es eine großartige Zeit in Ruanda und wir haben viel Schönes vom Land gesehen, viele interessante Menschen getroffen und viel erlebt!

Ruanda ist ganz anders als Tansania, kaum zu glauben, dass es ein Nachbarstaat ist.
Es begann schon direkt hinter der Grenze- es gab überall richtige Straßen, Bürgersteige, Kreisel, im Kleinbus dürfen nur so viele sitzen wie es auch Sitzplätze gibt, die Menschen tragen Jeans und T-Shirts- sehr europäisch und in Kigali gibt es mehrere große Supermärkte und ein Kino.
Aber ich muss ehrlich sagen, ich war überhaupt nicht beeindruckt von dem ganzen Konsum, eher erschrocken.

Montag, 9. Dezember 2013

Lasst uns wandern.

Heute möchte ich euch einfach nur Bilder von meiner Wanderung am Freitag zeigen. Wir (zwei andere Freiwillige und ich) sind mit einem Dala in Richtung Nkwenda losgefahren (Kleinbus) und als wir zu einem tollen Aussichtspunkt kamen, sind wir ausgestiegen und losgewandert. Die anderen Menschen waren ein wenig irritiert, dass wir plötzlich aussteigen wollten, weil es dort nichts gab, außer eine tolle Aussicht!
Bewundert selbst die Natur Tansania!

 
 
 
 
 



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Freitag, 6. Dezember 2013

1. Advent.

Mein 1. Advent in Tansania- auch in Tansania hatte ich einen wunderschönen Tag, es war zwar ganz anders für mich, aber toll.

Wir haben die Taufe von Lex (die kleine Tochter von Judith und Yoram Karusya) gefeiert. Sie hatte ein total süßes Glitzerkleid an und ihr Papa hat gepredigt. Mein Gastpapa ist Patenonkel geworden und hat sich sehr gefreut.



Abends waren wir zu einer kleinen Feier bei Karusyas eingeladen, es gab sehr leckeres Essen und extra einen Kuchen für Lex.

Aber auch die passende Weihnachtsstimmung hat an diesem Tag nicht gefehlt. Nachmittags waren die zwei Mädchen aus Schweden und ich bei Katabaros eingeladen. Wir haben mit Anne und den Kindern einen Adventskranz gebastelt. Anfangs war ich ein wenig skeptisch, ob wir es wirklich schaffen, aber es hat wirklich gut geklappt!

Dazu gab es leckeren Weihnachtstee, selbstgemachte Sambosa ( Blätterteig mit Reis) und Weihnachtsmusik.

Ich wünsche euch allen im fernen Deutschland eine besinnliche und schöne Adventszeit.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Adventskalender.


Ich hatte die Idee, Adventskalender für ein paar Kinder hier in Tansania zu basteln. Damit möchte ich ihnen einen deutschen Brauch näherbringen, aber auch einfach mal danke sagen. Deshalb habe ich einen für die zwei kleinen Kinder ,die bei uns wohnen (die zwei Nichten von meinem Gastpapa) gestaltet und einen für die Kinder von Anne und Brighton.

 Am Wochenende machte ich mich also auf den Weg ins Dorf und suchte nach ein paar Kleinigkeiten, die ich für sie kaufen konnte. Es war gar nicht so einfach, weil die Möglichkeiten hier doch etwas begrenzt sind. Ich hatte mir überlegt, die Dinge in Stoffe und Servietten einzupacken, sie mit Zahlen zu beschriften und dann alle zusammen in eine große Schüssel zu legen.
 
 
 

Ich war ein bisschen aufgeregt, denn ich wusste ja nicht wie die Kinder reagieren würden. Zuhause musste ich das erst einmal allen erklären, weil sie das überhaupt nicht kannten. Allerdings wussten die Kinder von Katabaros Bescheid, sie kennen es von Anne.

Alle haben sich total über meine Überraschung gefreut und ich war überglücklich, ihnen eine Freude bereiten zu können.
 
Gisa, auch eine Freiwillige aus Deutschland.
 

Karibu mvua- Willkommen Regen.

 
Nun hat die Regenzeit wirklich begonnen - die letzten Tage hat es sehr oft und mehrere Stunden am Stück geregnet. Und danach ist natürlich alles total matschig - meine Füße freuen sich jedes Mal auf das Schlammbad! :)

Mit dem Regen kommen auch ganz neue Tiere zum Vorschein, die ich vorher noch nie gesehen habe. Auf meinem Schulweg hatte ich schon das Vergnügen mit einer Schlange, allerdings war sie bereits tot.

 
 



Außerdem habe ich erfahren, dass unsere Region Karagwe /Kagera sehr bekannt für Senene ist. Senene ist eine Art Heuschrecke oder Grashüpfer. Die Menschen pflücken die Beine und alles andere ab und braten sie dann, bis sie knusprig sind.

Am Wochenende kam die kleine Nichte meines Gastpapas in mein Zimmer gestürmt und war total aufgeregt. Als ich sie fragte was los sei, antwortete sie nur :"Karibu chai na chakula."( Willkommen zum Tee und Essen ) Und dann entdeckte ich auf dem Tisch den Grund dafür, dass sie so aufgedreht war: Es gab Senene zum Frühstück. Allerdings konnte ich sie morgens auf nüchternen Magen leider nicht probieren, aber ich holte es später nach und ich muss zugeben, dass sie ganz gut schmecken - sehr knusprig - ein wenig wie Chips. Die Familie freute sich total, dass ich sie probiert habe.
Mittlerweile werden sie überall angeboten, auf dem Markt und in den Shops werden sie verkauft und auch im Taxi bekommt man sie angeboten. Lecker lecker!
 

 

Sonntag, 24. November 2013

Tegemeo.




Heute möchte ich euch meinen Praktikumsplatz vorstellen - Tegemeo English Medium Primary
School. Ich bin total glücklich mit der Arbeit an meiner Schule und ich bin wirklich
gerne dort - ich verstehe mich super gut mit den Lehrern und Schülern!

Tegemeo ist eine English Medium Primary, das heißt, alle Fächer werden in Englisch
unterrichtet außer Kiswahili. Die Schule wurde im Jahre 1995 gegründet und gehört zur
Kirche. Es gibt insgesamt 313 Schüler (308 sind Internatsschüler) und 28 Arbeiter (16
Lehrer).
Es gibt 7 Klassen und die Kindergartenklasse (Kinder im Alter von 3-6 Jahren),
allerdings konnte die 7. Klasse bereits vor einem Monat nach Hause gehen. Sie haben ihre
Nationalen Tests geschrieben und alle haben bestanden, so dass sie nächstes Jahr mit
der Secondary School anfangen können. Die Schüler haben alle sehr gut abgeschnitten, ich
bin total stolz auf sie: A x 17 und B x 8.

Tegemeo hat eine Schulpartnerschaft mit einer Schule aus Leverkusen. Diese Schule
ermöglicht hier, dass über 40 Waisenkinder die Möglichkeit haben unsere Schule zu
besuchen - was großartig ist!

Das Schulmotto lautet: The fear of God is the beginning of knowledge. ( sinngemäß
übersetzt: Die Kraft Gottes ist der Schlüssel zur Bildung).
Der Schultag beginnt um 7.45 Uhr mit einer Andacht (Schüler wechseln sich ab) und einer
Ansprache von den Lehrern. Montags und donnerstags startet der Schultag mit einer Parade
- alle Schüler stellen sich in einem Kreis auf und singen die Nationalhymne und den
Schulsong.
Die 1. Stunde beginnt um 8 Uhr und dauert 40 Minuten, um 10.40 Uhr gibt es Frühstück und
um 13:10 Uhr ist Lunchtime. Die Schule endet um 17 Uhr.

Ich darf sogar alleine unterrichten (manche Stunden mit dem Mädchen aus Dänemark). Ich
unterrichte Reading (lesen) in der 1. und 2. Klasse, Plays and Sports (Spiele und Sport)
in der 2., 3., 5. und 6. Klasse, Vocational Skills (berufliche Kompetenzen) in der 5.
und 6. Klasse und Mathematics (Mathe) in der 1. Klasse. Allerdings ändert sich das alles
gelegentlich. Wenn ich keine eigene Stunde habe, helfe ich den Lehrern.




 Die Lehrer betreuen die Schüler vorbildlich und sind ständig bemüht ihnen etwas
beizubringen. Ich schätze ihre Arbeit sehr, denn es ist viel mehr als nur zu
unterrichten. Die Atmosphäre an der Schule ist sehr harmonisch und ich merke wirklich,
dass die Lehrer meine Hilfe schätzen und sich über meine Arbeit freuen. Das ist ein
großartiges Gefühl und ich bin wirklich gerne dort.

 
Schulleiter Imani Josiah

Sonntag, 17. November 2013

Andere Kultur- andere Komplimente.

Freitag war ich zusammen mit Yoram K. ,Karin (dem Mädchen aus Schweden) und Signe (dem Mädchen aus Dänemark) auf einer Graduation (Abschlussfeier der Schüler) von dem Youth-Center in Nkwenda eingeladen.

Ich wartete bei den Büros der Diozöse auf das Auto, als eine Schwester vorbeikam. Ich begrüßte sie nett und sie grüßte zurück. Ihr zweiter Satz war :"Oh vanessa, you are fat now. You are looking very well." Zuerst dachte ich, dass ich sie falsch verstanden hätte oder mich verhört hätte, denn sie strahlte mich unentwegt an.Also fragte ich nochmal nach, aber sie wiederholte freudestrahlend ihre Aussage.
Nun ist mir ja bekannt, dass die Menschen in Tansania das als Kompliment ansehen und es schön finden,wenn man nicht ganz dünn ist. Es zeigt, dass es einem gut geht und man genügend zu essen hat.
Doch ich war trotzdem ehrlich gesagt ein wenig geschockt. Nach kurzer Überlegung musste ich dann über mich lachen, denn die Situation war sehr witzig gewesen.
Diese Frau hat sich total gefreut, weil sie der festen Überzeugung war, mir ein Kompliment gemacht zu haben.
In Deutschland allerdings gilt so etwas als überhaupt nicht nett und man sagt es nicht. Ich habe dann freundlich: "Asante sana "(Vielen Dank) gesagt.

Als wir später alle im Auto saßen habe ich mein lustiges Erlebnis den anderen erzählt und alle mussten sofort lachen. Wir haben die ganze Fahrt gelacht! Unsere Kulturen sind einfach sehr unterschiedlich.Und man kann es immer wieder auf amüsante Weise erfahren.

Ich gebe übrigens dem Rock die Schuld, er trägt auf!!!

 
Wir hatten wirklich einen schönen Tag. Es wurde viel gesungen,getanzt, Schüler haben Theaterstücke aufgeführt, es gab leckeres Essen und wir haben viele Menschen kennengelernt.


 Toller Tag!




Donnerstag, 14. November 2013

Frauenpower.

MUVIKAKATI -ist der Name eines tollen Projekts hier in Tansania.
Vor zwei Wochen hatte ich die Möglichkeit an einem Meeting in Katembe teilzunehmen. Nachdem wir nach zwei stunden Wartezeit am Taxistand endlich losfuhren, erwarteten mich in Katembe bereits über 50 Frauen, Pastor Uzima und all meine anderen Freunde aus dem Dorf.Ich habe mich sehr gefreut,dass ich sie endlich alle wiedersehen durfte. Wie immer wurde ich herzlich empfangen und ich spürte die Freude über meinen Besuch.

Nach einem gemeinsamen Frühstück startete das Meeting mit einer Vorstellungsrunde und auch ich habe etwas auf kiswahili über mich erzählt Daraufhin freuten sich alle und haben mich gelobt :)

 Die Frauen schilderten mir ,dass sich der Name des Projekts aus den Anfangsbuchstaben der verschiedenen Orte, in denen sie sich um die Kinder kümmern, zusammensetzt.
Das Projekt setzt sich für Kinder ein,die soziale Probleme haben oder krank sind (u.a. hiv-infiziert)
Im Moment kümmern sich 462 Frauen um 1498 Kinder.
Die Kinder sind in Gruppen eingeteilt und jede Gruppe besteht aus höchstens 30 Kindern. Werden es mehr Kinder, wird automatisch eine neue Gruppe gebildet.
Die Frauen arbeiten alle ehrenamtlich - für sie ist es wichtig,dass sie sich um die Kinder kümmern und ihnen helfen, den richtigen Weg zu finden. Sie versuchen das mit Liebe,Zuneigung und Geborgenheit und bei Krankheiten natürlich auch mit Medizin. Das Projekt finanziert sich aus privaten Geldern und Veranstaltungen, die die Frauen selbst organisieren.

Ich bin sehr berührt und tief beeindruckt von dieser Arbeit,aber noch viel viel mehr von den starken und großartigen Frauen. Man kann spüren, dass sie mit ganzem Herzen dabei sind und alles ihnen Mögliche für die Kinder tun.
Auch ich habe meine Hilfe angeboten und werde in zwei Wochen die Kinder kennenlernen. In meinen Schulferien plane ich so viel Zeit wie möglich dort zu verbringen.



Dienstag, 12. November 2013

Taxi oder doch eher Bus?

Nachdem ich einige Wochen in meiner Familie verbracht hatte, beschloss ich für 2 Tage Pastor Uzima (Katembe) zu besuchen. Das Dorf ist ungefähr 30 Minuten Autofahrt von meinem Zuhause entfernt.
Samstagmorgen machte ich mich auf den Weg, um ein Taxi zu finden. Ich wurde bereits von den Lehrern vorgewarnt, dass die Taxen samstags und insbesondere in diese Richtung immer sehr voll sind.
Daher freute ich mich sehr, als ich ein Taxi mit noch 3 freien Plätzen gefunden hatte. Ich durfte sogar vorne sitzen und dachte mir: Was für ein Luxus, das ist mein Glückstag!
Das Taxi war ein ganz normales Auto mit 2 Sitzen vorne und 3 Sitzplätzen hinten.
Für mich ist es hier nichts Ungewöhnliches, dass hinten meistens 5 Personen sitzen. Doch an diesem Tag habe ich gelernt, dass noch viel mehr Platz in so einem kleinen Auto ist!!

Schätzt mal wie viele :)

Nachdem wir 1 Stunde am Taxistand warteten, waren wir nun 3 Personen vorne und 4 Personen hinten. Nach etwa 5 Minuten Fahrzeit hielten wir an um weitere 2 Fahrgäste mitzunehmen.
Ich staunte wie die Menschen sich hinter mir stapelten! Kurze Zeit später hielten wir ein weiteres Mal an!

Jetzt war ich der festen Überzeugung, dass jemand aussteigen würde. Doch mein Gefühl täuschte mich!!
Es stiegen 2 weitere Erwachsene mit einem Baby ein!! Ich konnte meinen verwunderten Blick nicht verbergen und der Taxifahrer zwinkerte mir zu und sagte nur: "Hakuna Matata!" (Es gibt keine Probleme)

Er hatte bereits eine Lösung gefunden und versuchte mir verständlich zu machen, dass ich mir den Fahrersitz mit ihm teilen darf. Ja, ihr habt richtig gelesen. den FAHRERSITZ!!

Jetzt saßen wir also zu viert vorne und hinten hatten irgendwie 7 Erwachsene und ein Baby Platz gefunden!

Als ich mich nach der Fahrt von ihm verabschiedete, sagte er nur: "Karibu Tansania" (Willkommen in Tansania) Ja, tatsächlich - Karibu Tansania!

Sonntag, 10. November 2013

Die letzten Monate.

Zuerst möchte ich euch einen kurzen Einblick in meine Erlebnisse der letzten Monate geben:

Die ersten 2 Wochen in Tansania verbrachte ich mit den anderen Teilnehmern des Tansania-Freundeskreis des Dekanates Biedenkopf der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Wir haben alle zusammen in Katembe bei dem dortigen Distriktpfarrer gewohnt.
Wir besuchten sehr viele Gemeinden und waren von der Gastfreundschaft überwältigt. Die Menschen haben uns mit offenen Armen empfangen, die Freude über unseren Besuch konnte ich jedes Mal spüren. Manchmal haben wir uns verspätet, da das Auto nicht sehr zuverlässig war.


Die Menschen haben uns trotzdem warmherzig, freudig und herzlich empfangen. Ich bin noch heute überwältigt von dieser Wärme, die uns überall entgegengebracht wurde. Wir führten viele interessante und wichtige Gespräche und auch untereinander wuchsen wir zu einer "großen Familie" zusammen.

 

Nachdem die Anderen wieder nach Deutschland geflogen waren, blieb ich noch eine Woche in Katembe und wohnte anschließend bei Familie Karusya. Ich denke einige von euch werden Karusya's kennen, es ist eine großartige Familie und ich gehörte einfach dazu- ganz selbstverständlich. Außerdem konnte ich mit ihnen auch noch ein wenig Deutsch reden! :)

Und dann kam ich endlich in meine Gastfamilie Karoro. Ich war total aufgeregt und wurde voller Wärme und Zuneigung empfangen, sodass ich mich sofort Zuhause fühlte. Es harmoniert wunderbar, ich bin von Anfang an als Mitglied der Familie angesehen worden. Dafür bin ich sehr dankbar und fühle mich hier sehr gut aufgehoben. (In einem anderen Post werde ich die Familie vorstellen)

Zwischendurch verbrachte ich 2 Wochen in einem Volontärhaus mit einem Mädchen aus Dänemark, das auch in der gleichen Schule wie ich mithilft. Allerdings habe ich schnell festgestellt, dass ich wieder den "afrikanischen Alltag" leben möchte und bin zurück zu meiner Familie.
Für mich fühlte es sich nicht richtig an in einem Haus mit fließend Wasser, Elektroherd und anderen Annehmlichkeiten zu leben. Ich möchte so viel wie möglich vom afrikanischen Alltag miterleben. Ich vermisse in meiner Hütte bei meiner Familie nichts- ich fühle mich total wohl und kann mich sehr gut mit meinem Gastpapa unterhalten.

Freitag, 25. Oktober 2013

KARIBU SANA.

KARIBU SANA! Herzlich Willkommen auf meinem Blog.

Mein Name ist Vanessa, ich bin 20 Jahre alt und verbringe 6 Monate in einer Grundschule in Karagwe, Tansania.

Für alle meine Lieben habe ich diesen Blog errichtet, damit auch ihr die Möglichkeit habt, mein Leben und meine Erfahrungen in Tansania zu verfolgen.

Ich würde mich sehr über Kommentare und Nachrichten freuen.

Samahani-Entschuldigung, dass ich erst jetzt anfange den Blog zu schreiben. Aber die letzten drei Monate waren so ereignisreich. Ich hatte nicht ausreichend Zeit und auch kein Internet (ich hoffe dieses Problem habe ich einigermaßen gelöst).

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen.

Eure Vanessa